Events
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LIED OHNE WORTE Jahreszeitengesang - Sommer
Im Mittelpunkt stehen instrumentale Arrangements bekannter Lieder,
interpretiert von jungen Musikerinnen und Musikern. Ohne Gesang
entfalten die Instrumente eine eigene Form des musikalischen Erzählens
und lassen vertraute Melodien in neuem Licht erscheinen.
Werke von Mendelssohn, Dvořák, Schubert, Ravel und Bizet entfalten
sich in vier dramaturgischen Teilen: Prolog, Tanz der Erinnerung,
Nachklang und Finale. Von lyrischer Intimität bis zur virtuosen
Bühnenenergie entsteht ein musikalischer Bogen zwischen Erinnerung und
Gegenwart.
Mitwirkende sind Dayeon Kim (Cello), Davin Kwon (Saxophon), Johanna
Friedel (Saxophon), Laura Varzari (Flöte), Eunhye Kang (Violine),
Valentin Steinsieck (Klavier) und Sumi Sung (Klavier).
Die Konzertreihe „Jahreszeitengesang“ steht unter der künstlerischen
Leitung von Heejeong Kim, die auch als Pianistin mitwirkt.
Das Programm verbindet Elemente aus Lied und Oper mit
kammermusikalischen Klangfarben und eignet sich besonders für eine
sommerliche Open-Air-Atmosphäre im Brunnenhof.
Eintritt frei, Spende erbeten

Goldstille - Liederabend
“Von Sehnsucht und Hoffnung getragen,
entfaltet sich eine stille Tiefe voller Erinnerung und innerer Ruhe.”
Robert Schumanns „5 Lieder“ op. 40 zeigen die feine Verbindung von
poetischem Ausdruck und musikalischer Innigkeit. Antonín Dvořáks
„Biblische Lieder“ op. 99 vertiefen diese Klangwelt mit ihrer persönlichen
und spirituellen Ausdruckskraft. Gemeinsam entfalten die Werke einen
musikalischen Dialog zwischen menschlicher Empfindung und zeitloser
Hoffnung.
Mit
Bassbaritone Kihoon Han
Klavier Heejeong Kim

Zwischen Welten - Ein Klavierabend mit Stephanie Knauer
Werke von George Gershwin, Fazil Say, Enrique Granados, Francis Poulenc, Erwin Schulhoff, u. a.
Die Beschäftigung von Komponisten der Klassik mit dem Genre Jazz ist das Thema dieses Klavierabends. Dabei stammt das Repertoire nicht nur, wie zu vermuten wäre, aus dem 20. Jahrhundert: Louis Moreau Gottschalk, nur 18 Jahre jünger als Franz Liszt, flocht auf seinen Touren durch Lateinamerika Folkloristisches, Afroamerikanisches in seine Kompositionen und wurde dadurch zu einem Vorreiter von Ragtime und dem frühen Jazz. Der Jazz, dessen Wortursprung zwar unklar ist, aber auf jeden Fall mit Schwung und Vitalität zu tun hat, faszinierte viele Komponisten der – zum Glück heute nicht mehr so genannten – E-Musik. Erwin Schulhoff, einer der bedeutendsten Tonschöpfer Anfang des 20. Jahrhunderts und leider auch ein Opfer der Schoa war von ihm begeistert als eigenständige moderne Kunstform, von den modernen Rhythmen oder etwa der Tanzkunst Josephine Bakers und widmete ihm 1926 seine »Cinq Études de Jazz«, die an diesem Abend zu hören sein werden.
Ebenso dabei ist die Nummer vier aus Enrique Granados’ Klavierzyklus »Goyescas«, »Quejas o la maja y el ruiseñor«, deren Melodie in den 1940gern Vorlage von Bésame Mucho wurde, berühmtes Liebeslied und noch berühmterer Jazzstandard. Bei dieser Suite ließ sich Granados von dem Werk des spanischen Malers de Goya inspirieren. Auch der Titel »Rhapsody in Blue« ging auf einen bildenden Künstler zurück. Inspiriert wurde George Gershwin zu diesem Werk aber auf einer Zugfahrt nach Boston – das typische rhythmische Rattern ist immer wieder zu hören und bildet den treibenden Puls des umwerfend attraktiven Vorzeigestücks der modernen amerikanischen Klassik. Eigentlich ist die »Rhapsody in Blue« eine Liebeserklärung an das Amerika Gershwins, eine Zugfahrt quer durch Land und Leute. Sie ist ebenso Teil dieses Klavierabendprogramms wie etwa Francis Poulencs Improvisation No.15, seine »Hommage à Edith Pia« oder Fazil Says »Summertime Variations«.
Solistin ist die Augsburger Pianistin Stephanie Knauer, die neben dem klassischen Klavierwerkfundus auch gerne in andere Genres eintaucht wie Alte Musik, Zeitgenössisches, Weltmusik, Chanson und Jazz. Bei den Vorbereitungen für einen Klavierabend im Augsburger Jazzclub Anfang 2025 konnte sie nur einen Teil des enorm reichhaltigen Repertoires an Jazzigem aus der Welt der Klassik präsentieren. An diesem Abend nun gibt es die Fortsetzung: Eine Entdeckungsfahrt auf der Schneise zwischen zwei Welten – die sich näher sind als man vielleicht denkt.
Karten: 20 € (Normalpreis) / 14 € (Senioren, Schüler, Studenten)
